Im Briefkasten der Großeltern einer Rivianerin wurde ein verlassenes Blaumeisen-Nest entdeckt.

Das Nest ist außen aus Moos, Flechten und Halmen gebaut, innen weich mit Haaren, Federn und Pflanzenwolle gepolstert – typisch für Blaumeisen. Im Nest befanden sich noch mehrere Eier. Bei Blaumeisen brütet ausschließlich das Weibchen. Da das Nest seit einigen Tagen nicht mehr bebrütet wurde, ist zu vermuten, dass die Blaumeise einem der Unwetter der letzten Woche, einer Katze oder dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen ist. Laut NABU sind die Eier nach einer Nacht ohne Bebrütung verloren, da die Entwicklung der Embryonen dann abbricht.
Da das Gelege nicht mehr lebensfähig war, wurde das Nest vorsichtig entnommen, gereinigt und als Anschauungsmaterial mit in die Schule gebracht. Im Biologieunterricht können wir nun so den Nestbau, die Materialien und die Fortpflanzung von Höhlenbrütern direkt untersuchen, ohne eine aktive Brut zu stören. So können wir trotz des traurigen Fundes viel über heimische Vögel lernen.
*Hinweis:* Während der Brutzeit stehen besetzte Nester unter Naturschutz. Nur verlassene Nester ohne überlebensfähiges Gelege dürfen entnommen werden.
