Keine „blauen Briefe“ wegen Corona

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Wie Sie sicherlich schon der Presse entnommen haben, hat das NRW-Schulministerium verfügt, dass in diesem Schuljahr keine „blauen Briefe“ an versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler verschickt werden.

Dies sorgt dafür, dass sich einzelne Eltern bereits an uns gewandt haben mit etwa folgenden Fragen: „Hat sich durch den Beschluss des Ministeriums etwas für uns geändert?“ „Entstehen unseren Kindern Nachteile dadurch, dass das Rivius Gymnasium bereits „blaue Briefe“ verschickt hat?“

Die Entscheidung des Ministeriums wird u.a. damit begründet, dass die Schulen die notwendigen „Warnungs“-Konferenzen wegen der Schulschließungen nicht rechtzeitig durchführen könnten, denn „blaue Briefe“ werden nicht einfach so verschickt. Sie sind das Ergebnis einer Konferenz, an der alle Lehrkräfte beteiligt sind, die das jeweilige Kind unterrichten.

Wir am Rivius Gymnasium haben diese Problematik bereits frühzeitig im Blick gehabt und entsprechende Konferenzen noch vor der offiziellen Schulschließung durchgeführt, damit Ihre Kinder die Zeit des „Home Learnings“ möglichst effektiv auch in den „gefährdeten Fächern“ nutzen können – sofern sie überhaupt zum betroffenen Personenkreis gehören.

Dieses Vorgehen halten wir nach wie vor für sinnvoll, denn eine Sache ist klar und hat sich auch durch den Beschluss des Ministeriums nicht geändert: In den gewarnten Fächern treten bei Ihren Kindern zur Zeit Probleme auf, an denen gearbeitet werden sollte. Auch das Ministerium stellt klar, dass es unabhängig der „blauen Briefe“ die Aufgabe der Schule bleibt, „Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern über die individuelle Lern- und Leistungsentwicklung nach Wiederaufnahme des Schulbetriebes zu informieren und zu beraten.“ Das haben wir mit den schon verschickten „Mahnungen“ bereits getan und werden dies auch weiterhin in geeigneter Weise tun – hoffentlich bald auch wieder auf ganz normalen Elternsprechtagen.

Was sich allerdings durch die neue Beschlusslage geändert hat, ist die rechtliche Bedeutung der „blauen Briefe“, die wir bereits verschickt haben. Wenn am Ende des Schuljahres über die Versetzung Ihres Kindes entschieden wird, wird ggf. ein weiterhin auftretendes „Mangelhaft“ nicht gewertet. Schülerinnen und Schüler des Rivius Gymnasiums werden in dieser Hinsicht also genauso behandelt wie alle anderen Kinder in NRW.

Besser wäre es natürlich, wenn bis zum Ende des Schuljahres die aufgetretenen Probleme in den gewarnten Fächern behoben werden könnten. Dabei werden wir Ihre Kinder und Sie nach Kräften unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Schulleitung