„Sanitätsausflug“ 5. September 2018

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Der diesjährige Jahresausflug des Schulsanitätsdienstes am Rivius-Gymnasium Attendorn führte die Schüler in Begleitung von Dr. Thielmann und Frau Stahlhacke-Götz zum BMVg nach Bonn sowie zum Regierungsbunker(www.regbu.de)  ins nahe gelegene Ahrweiler.

In dem Sachvortrag über die Cybersicherheit bei der Bundeswehr legte der Referent, Hauptmann(H) Meister, folgende inhaltliche Schwerpunkte:

  • Informationen über das Informationsumfeld
  • Der Cyberraum
  • Cyber- Bedrohungen
  • „Fake-News“
  • „Wanna Cry Virus“ aus  dem Jahr 2017
  • Reaktion der Bundesregierung, u.a. durch eine geänderte Cyber-Sicherheitsstrategie seit 2011, in der die Ministerin des Inneren, der Verteidigung und des Auswärtigen Amtes kooperieren.
  • Zuletzt wurde darauf hingewiesen, dass die Truppe sehr stark nach IT- Spezialisten sucht, denn die Kriege der Zukunft werden online entschieden, weniger konventionell.

Nach einer Stärkung in der Truppenküche auf der Hardthöhe ging es per Bus ins nahe Ahrweiler, um in zwei Gruppen den Regierungsbunker in einer 90- minütigen Führung näher kennen zu lernen. Die beiden Referenten Bick und Sievers konnte sehr anschaulich folgende Inhalte an uns vermitteln:

Erbaut im Kalten Krieg von 1962 – 65 nach der ,,Schweinebuchterfahrung´´ auf Kuba

  • 17.3 km lang, Gesamtkosten: 47 Mrd. DM („Schwarzgeld“- tauchten in keinem Bundeshaushaltsplan/ – titel auf!) – TOP Secret!
  • Zweck: Im Falle eines Atomkrieges sollten 3.000 wichtige Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung und Militär 30 Tage dort verbringen können, um Deutschland politisch handlungsfähig zu halten (,,politischer Bunker“, kein ,,militärischer Bunker“). Dies war die Bedingung der NATO an alle Mitgliedsstaaten.
  • Er gliedert sich in 3 Bereiche: Sperrvorweg – Vorraum – Bunker
  • Stahlbetonstärke: 3.5-4.5 Meter
  • ALLES, was gebraucht wurde, war im Bunker drin- völlige Autonomie wäre im A-Kriegsfall gegeben gewesen.
  • Ab 1968 wurde alle zwei Jahre der dritte Weltkrieg geübt, Politiker wie Soldaten wurden über Wochen dort einkaserniert.
  • Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde der Bunker 1997 aufgegeben (BK Dr. Kohl: ,,Umgeben von Freunden…´´),
  • Im Jahr 2001 wurde mit dem Rückbau begonnen und auf den ersten 200m ein Museum errichtet. Die Sanierungskosten (Asbest…) wurden mit 30 Mio. EUR veranschlagt.

Nach diesen „gewaltigen“ Eindrücken ging es gen Attendorn- ein erlebnisreicher Tag ging zu Ende.

Herzlich bedanken möchten wir uns bei dem Jugendoffizier, Herrn Hauptmann Dr. Kraus, für die Übernahme der Kosten und der Organisation sowie bei den drei militärischen-/ zivilen Referenten in Bonn und Ahrweiler sowie beim Busfahrer für den sicheren Transport.

 

Text: Dr. Thielmann

Bild: Frau Stahlhacke-Götz