Online Tagebuch der Skifreizeit 2018

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Freitag, 17. März 2018 – Rückfahrt und -blick

Der restliche Donnerstag verlief letztlich wie alle anderen zuvor auch – schön und problemlos. Der beste Teamer von allen namens Hauke erklärte bereit, an seinem freien Nachmittag für uns eine Skirallye zu organisieren, die alle unsere bisherigen Versuche dieser Art meiner Meinung nach weit in den Schatten stellte.

Leider wurde der Wind immer frischer und die Sicht immer schlechter, so dass wir mit Rücksicht auf die Gesundheit der Schüler die abendliche Skihochzeit im Freien ausfallen haben lassen.

Bei der Rückgabe des ausgeliehenen Skimaterials gab es von Service-Chef Guido noch mal ein besonderes Lob für die Rivianer. „Alles vollständig, alles in Ordnung – Ihr seid´s eine richtige Strebergruppe!“ Okay, damit lässt sich´s leben.

Am Abend wurde nach der Siegerehrung der Skirallye durch Hauke noch allen Beteiligten Danke gesagt. Dann war Schlafen angesagt!

Die Rückfahrt am Freitag begann zunächst etwas holprig, dem Neuschnee geschuldet standen wir 1,5 Stunden vor unserer Unterkunft im fertig gepackten und abfahrbereiten Bus.

Aber was soll´s: Irgendwann ging es doch los, und zwei Pausen beim „Goldenen M“ ließen keine Wünsche mehr offen.

Statt mit einem ausschweifendem Rückblich soll das diesjährige Online-Tagebuch mit Bildern enden. Denn Bilder sagen oft mehr als 1000 Worte…

 

Donnerstag, 15. März 2018 – letzter Skitag

Nach einer kalten Nacht beginnt der Tag mit schönem Wetter und der Erkenntnis, dass auch Pistenbulli-Fahrer morgens Scheibenkratzen müssen.

Am Vormittag dürfen die Schüler wählen, ob sie noch einmal Skifahren oder mit der Reinigung der Zimmer beginnen wollen. Viele entscheiden sich für letzteres, was in Anbetracht des Zustandes so manchen Zimmers auch nachvollziehbar ist.

Am Nachmittag steht noch die Skirallye auf dem Programm, danach die Materialrückgabe, die Skihochzeit und die Siegerehrung. Da nebenbei viel Organisatorisches erledigt werden muss, stellen wir die Liveberichterstattung an dieser Stelle ein. Nach hoffentlich glücklicher Rückkehr am Freitag wird der Chronistenpflicht am Wochenende abschließend genüge getan.

Mittwoch, 14.03.18 – 5. Skitag

Auch die Party wird von Youngstar hervorragend organisiert: Lichtanlage, Musik, warme Getränke – an alles ist gedacht. Und so ging die Feier nach kurzer Zeit richtig voran…

Nur einer kann nicht die ganze Zeit mitfeiern – auf Bitten der Hausleitung nimmt sich der Ausbilder Schmidt mal eben ein Schweißgerät zur Hand und repariert die Zwischentür. Gut, dass er „ein bisschen was von Metallverarbeitung versteht“…

Heute morgen empfängt uns Schalker Wetter: Blauer Himmel und weißer Schnee. Nach dem Frühstück und der obligatorischen Sprechstunde mit einer glücklicherweise immer kleiner werdenden Zahl von Krankmeldungen geht es auf die Piste. Einige Gruppen können gar nicht genug kriegen und verbringen deshalb die Pause im Skigebiet Innerkrems, um sofort nach dem Essen weiter fahren zu können.

Wer es ruhiger angehen lassen will, kann das aber auch tun.

Schließlich ist heute abend Aprés-Ski-Party angesagt. Bilder folgen…

 

Dienstag, 13. März 2018 – Vierter Skitag

Das Wetter lässt sich heute zunächst überwiegend freundlich an…

aber nach einiger Zeit beginnt es leicht zu schneien.

Dennoch machen sich auch heute wieder einige Gruppen auf nach Innerkrems, wo auf kreative Art und Weise Öffentlichkeitsarbeit für unsere Schule betrieben wird.

Auch heute sind leider wieder einige Schülerinnen und Schüler wegen zum Glück nur leichter gesundheitlicher Beschwerden nicht in der Lage, am Skiunterricht teilzunehmen. Aber so bleibt für den zur Aufsicht auf der Hütte verbleibenden Autor dieser Zeilen einmal Gelegenheit, sich bei den guten Geistern unserer Unterkunft zu bedanken.

Das Team von youngstar-travel, das unser Jugendgästehaus in Schönfeld betreibt, ist mal wieder nicht zu toppen. Trotz ca. 240 Schülerinnen und Schüler von drei verschiedenen Gymnasien wird vom Frühstück bis zum Abendessen mit Gemütsruhe und guter Laune ein Rundum-Sorglos-Paket geschnürt, das dem Lehrteam die Arbeit so leicht wie möglich macht. Da werden zur Not auch mal Schüler und Lehrer, die denkbar knapp den Skibus verpasst haben, direkt an der Piste abgeholt und zur Unterkunft zurückgefahren. Ein dickes Danke-Schön an dieser Stelle: Es ist immer wieder eine Freude, bei euch zu Gast zu sein, ob auf der Gerlosplatte oder jetzt hier in Schönfeld…

Nach dem Abendessen spielen sich dann wieder einmal Szenen ab, die zeigen, welch wichtigen Beitrag die Skifreizeit auch bei der Erziehung zu Ordnung, Teamwork und Lebenstauglichkeit leisten kann…

Eine wahres Theaterstück in vier Szenen…

Szene 1

Nach der abendlichen Ansage räumen die Schüler wie jeden Tag ihr Geschirr weg und machen die Tische sauber. Lediglich an einem Jungentisch will es heute nicht so recht klappen. Der Lehrkraft bot sich folgendes Bild…

Die Lehrkraft entscheidet sich zum Einsatz moderner Kommunikationsmittel, macht ein Foto vom Tatort, geht zwei Stockwerke hoch in das Zimmer der Hauptverdächtigen und präsentiert wortlos Beweisstück A. Wilde Diskussionen entbrennen, Vorwürfe werden ausgetauscht, bis sich auf den wiederum stummen Impuls der Lehrkraft zwei der jungen Männer aufmachen, um Abhilfe zu schaffen. Stolz auf die pädagogisch pfiffige Vorgehensweise wendet sich die Lehrkraft anderen organisatorischen Aufgaben zu, um einige Zeit später folgendes Bild vorzufinden.

Die beiden gerade noch Gelobten werden aufgesucht und mit der Frage konfrontiert: „Wolltet ihr nicht den Tisch saubermachen?“ –„Haben wir doch! Sofort nachdem Sie da waren!“ Konfrontiert mit Beweisstück B beginnt wiederum eine heftige Diskussion, wer,wie und warum Schuld am kollektiven Versagen war, bis sich einer der beiden zur Frage durchringt: „Sollen wir noch mal runter?“

Kurze Zeit später kann folgender Zustand festgehalten werden…

Auch wenn es nicht ganz zum obligatorischen Tischabwischen gereicht hat, ein deutlicher Lernfortschritt ist zu verzeichnen. Und so sind die beiden Helden auch zurecht stolz auf Geleistetes und stimmen einer Veröffentlichung des folgenden Fotos ohne Wenn und Aber zu…

Gaaaanz großes Kino!!!

Montag, 12. März 2018 – Dritter Skitag

Großer Andrang in der morgendlichen Sprechstunde – die Höhe, die Anstrengung, die Nachwirkungen der Grippewelle, einige Schülerinnen und Schüler brauchen heute vormittag eine Pause. Dabei gilt es, die wirklich Erholungsbedürftigen von den etwas „Bequemen“ zu unterscheiden, und der ein oder die andere erklärt sich dann auch dazu in der Lage, am Zauberteppich dem Tag zumindest eine Chance zu geben. Die Kranken bleiben zur Erholung unter Aufsicht von Herrn Meier in der Unterkunft zurück.

Die Fortgeschrittenen und Profis erweitern im Verlauf des Vormittags den Horizont der Möglichkeiten und fahren mit dem Bus nach Innerkrems ins dortige Skigebiet.

Wir sind gespannt auf ihre Berichte und Erfahrungen

… und diese waren durchweg positiv: Zum Mittagessen kommen begeisterte Skilehrer zurück in die Unterkunft, die sich besonders lobend über das Sozialverhalten der Profigruppe äußern. Diese haben sich wohl vorbildlich um die noch nicht so erfahrenen Skifahrer gekümmert.

Apropos Mittagessen: Auf das wird heute mit besonderer Spannung geschaut, denn unser etatmäßiger 3-Sterne-Koch Uwe hat Montag und Dienstag Urlaub und wird von Teamer Chris vertreten. Dass dieser auch noch auf den Spitznamen „Topf“ hört, gibt natürlich allerlei Anlass für Spekulationen. Aber sowohl der Kaiserschmarrn zum Mittagessen als auch der Leberkäse zum Abendessen gelingen ihm hervorragend.

Nach dem Abendessen wartet Herr Vitt mit dem nächsten Programm-Highlight auf: Unter kundiger Anleitung von youngstar-Teamer Hauke geht es bei leichtem Schneefall zum Fackelrodeln. Eine Gruppe von unverwüstlichen Schülerinnen (und auch einem Schüler) nimmt diese besondere Aktion mit – und ist restlos begeistert.

Die Bilder sprechen für sich…

 

Sonntag, 11. März 2018 – 2. Skitag

Das Wetter präsentiert sich am zweiten Skitag bewölkt, etwas wärmer und mit guter Sicht. Ideale Bedingungen, um die gestrigen Lernerfolge zu festigen. Während einige Gruppen bereits am Vormittag mit Anker- und Tellerlift weitere Pisten erkunden, wird am Zauberteppich ein fließender Übungsbetrieb organisiert für all die, die das Skifahren im eigenen Tempo lernen wollen. Die „Schmidties“ hingegen holen sich noch den nötigen Feinschliff für den Nachmittag, an dem das Transportband erobert werden soll.

Dass das ganz schön anstrengend sein kann, sollen die beiden nächsten Bilder beweisen.

Und so sind mittags große Teile der Stufe körperlich schon ziemlich am Anschlag, so dass der Nachmittagsunterricht für einige Gruppen freigestellt wird. Von der Möglichkeit der Freistellung machen dann auch 16 Schülerinnen und Schüler Gebrauch, wobei man eher schreiben müsste – einige wenige Schülerinnen und deutlich mehr Schüler! Die meisten Ausfälle gibt es in einem Jungenzimmer, vor dessen Fenster einige stattliche Eiszapfen hängen.

Der Teil der Gruppe, der auch das nachmittägliche Übungsangebot nutzt, ist im ganzen Skigebiet Schönfeld zu finden.

Und eine besondere Spezialistentruppe nutzt die Gelegenheit, um alternative Fortbewegungsmittel zu testen. Durchaus beeindruckend…

Am Zauberteppich spielen sich dann am Nachmittag bewegende Szenen ab. Der Lift wird als Rhythmusinstrument genutzt, und kurze Zeit später schallt „We will rock you“ über die Piste. Die gute Laune zeigt sich in allen Lebenslagen…

… und gipfelt in der Frage: „Können Sie den Liftwart fragen, ob er eine Stunde länger auflassen kann?“

Nun steht noch das Kickerturnierfinale ins Haus, mal sehen, alles andere als ein Sieg des technisch überlegenen und wacker trainierenden Schülerteams wäre eine kleine Überraschung. Aber das Lehrerteam hat natürlich einiges an Wettkampferfahrung mehr auf dem Buckel. Das Ergebnis können Sie gleich hier lesen…

Und tatsächlich: Die Erfahrung hat sich noch einmal durchgesetzt. David und Linus mussten sich nach großem Kampf Herrn Meier und Herrn Vitt geschlagen geben. Es schien sich aber auch alles gegen sie verschworen zu haben. Zweimal sprang der Ball sogar aus dem Tor wieder heraus. Trotzdem: Starke Leistung!

 

Samstag, 10. März 2018 – Erster Skitag

Nach einer ausgesprochen ruhigen Nacht beginnt der Tag mit einem üppigen Frühstück und der Vorstellung der Mitglieder des Lehrteams, die nicht ihr täglich Brot als Lehrkräfte am Rivius Gymnasium verdienen. Mit großem Applaus werden Frau Keseberg, Herr Keseberg, Herr Muhr, Herr Nolte und Herr Schmidt begrüßt. Danach ist aber Schluss mit lustig: Um dem Stau im Skikeller zu entgehen, gibt es die sportliche Ansage: „In 20 Minuten angezogen mit Skischuhen und Ski vor der Hütte antreten.“ Im Bewusstsein, dass das für eine Gruppe mit mehr als 50 Ski-Novizen nicht leistbar ist, lässt es der Autor dieser Zeilen bei den eigenen Pistenvorbereitungen etwas langsamer angehen – und ist heilfroh, dass keiner gemerkt hat, dass er praktisch als letzter vorm Haus stand. Das muss der Neid den Schülerinnen und Schülern lassen: Trödeln gehört wohl nicht zu ihren Hobbies.

Auf der Piste machen sich die Fortgeschrittenen schnell auf, um sich ganz locker einzufahren.

Die Anfänger finden sich in Gruppen zu ca. 10 Personen zusammen und beginnen mit ersten Materialgewöhnungsaufgaben. Als es zur Übung: „Wir steigen in die Skibindung“ kommt, zeigt sich allerdings, dass das schnelle Anziehen nicht ganz reibungslos verlaufen ist: Nicht jeder steht trotz der namentlichen Markierung in seinen Skischuhen. „Malik“ und „Malte“ – das sieht auch recht ähnlich aus.

Ob es am Wetter liegt (nicht zu warm, nicht zu kalt, bedeckt, aber kein Nebel), an den hervorragenden Pistenverhältnissen oder an den Schülern: Die Lernfortschritte der Anfänger sind am Vormittag so gut, dass schon vor dem Mittagessen der Zauberteppich als Aufstiegshilfe genutzt werden kann. Und der läuft trotz eines etwas biestigen Austiegs nahezu ohne Unterbrechung. Über die Gründe für die Minute des zwischenzeitlichen Stillstands soll hier der Mantel des Schweigens gebreitet werden.

Nach dem deftigen Mittagessen (Käsespätzle) und kurzer Mittagspause geht es nachmittags gleich weiter mit dem Skiunterricht. Hier zeigen sich dann aber auch konditionelle Unterschiede: Während die einen gar nicht genug bekommen können, sind andere noch nicht ganz so überzeugt von den Freuden des alpinen Skisports – aber das wird in den nächsten Tagen sicherlich noch kommen.

Nach dem Abendessen gibt es das Abendprogramm der drei Varianten: Kino, Gesellschaftsspiel oder Kickerturnier. Nach zahlreichen, mitunter auch sehr knappen Spielen stehen um 22:05 Uhr die Finalteilnehmer fest. Da aber ab 22:00 Uhr Nachtruhe zu herrschen hat, steigt das große Finale erst morgen. Man darf also gespannt sein, ob David und Linus sich gegen das letzte verbliebene Lehrerteam (Vitt/Meier) wird durchsetzen können.

Die beste Nachricht des heutigen Tags am Schluss: Fabio, der am Donnerstag krankheitsbedingt nicht mitfahren konnte, hat sich so schnell wieder erholt, dass sein Vater ihn heute bei uns abliefern konnte. Nun sind wir komplett!

Und morgen machen wir auch wieder mehr Fotos – versprochen…

Freitag, 09.03.18 – Ankunft

Die Fahrt war ruhig, die Fahrt war problemlos, die Fahrt war… kalt. Trotz aller Bemühungen unserer Busfahrer Marcello und Andreas konnten der Heizung im niegelnagelneuen Bus nur gelegentliche Hitzewallungen entlockt werden. Selbst dem Ausbilder Schmidt waren ohne Werkzeug die Hände gebunden. Da aber alle Schülerinnen und Schüler für längere Wartezeiten im Freien angezogen waren, traf uns das Problem nicht unvorbereitet! Man fügte sich in das Unabänderliche, genörgelt wurde (fast) gar nicht…

Gegen 10 Uhr dann die Ankunft in Schönfeld. Nach Frühstück, Hauseinweisung, Skiausleihe, Mittagessen und Zimmerverteilung erkundeten die Schüler die nähere Umgebung des Hauses. Das, was sie zu sehen bekamen, gab im wahrsten Sinne des Wortes Anlass für Freudensprünge…

Gegen 17 Uhr konnten dann nach erfolgter Reinigung durch das Hauspersonal die Zimmer bezogen werden. Das Lehrteam war vom Haus übrigens von Anfang an begeistert. Dennoch war es für uns ein bisschen überraschend, dass unsere Einschätzung auch von einem übermüdeten Schüler geteilt wurde. O-Ton direkt nach dem Zimmerbezug: „Herr Meier, mehr Luxus geht kaum…“

Auch wenn hier eine sehr bodenständige, sympathische Definition von Luxus zugrunde gelegt wurde: Unsere neue Unterkunft und die hier arbeitenden Menschen zeigten von Anfang an ein großes Herz für Schüler und Lehrer…

Jetzt sind alle gespannt auf den morgen beginnenden Skiunterricht!

 

Donnerstag, 08.03.18 – Abfahrt
Hoffentlich pünktlich um 21:15 Uhr finden sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 des Rivius Gymnasium bei strömendem Regen an der Rundturnhalle ein. Alle Schülerinnen und Schüler? Leider nein – die in Attendorn und Umgebung grassierende Grippewelle hat auch bei uns unbarmherzig zugeschlagen und zu einer kurzfristigen Absage geführt. Wir sind alle traurig, dass du heute nicht mitfahren kannst, und wünschen dir gute Besserung…