Noemi´s Neuseeland Blog

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Hey ihr!

Die Ferien sind schon wieder vorbei und ich hatte schon wieder zwei Wochen Schule. Hier wird es jetzt solangsam Sommer und die Temperaturen erreichen ab und zu bis zu 24 Grad und mehr.

Nicht ganz so warm war es auf meiner Südinsel-Tour, aber das war nicht weiter schlimm, denn es war einfach nur umwerfend! Das frühe Aufstehen jeden Morgen und die stundenlangen Busfahrten haben sich auf jeden Fall gelohnt, besonders, da man so einiges von der wunderschönen Natur dort gesehen hat.img_4222

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Die Reise startete in Christchurch, ging die Küste hoch nach Kaikoura über Motueka und dann die Westküste runter bis nach Queenstown und anschließend wieder zurück nach Christchurch. Wenn ich eine Lieblingsstadt auf der Südinsel wählen müsste, wäre es auf jeden Fall Queenstown! Es ist einfach ein echt süßes Städtchen umgeben von majestätischen Bergen und einer hübschen Innenstadt.Außerdem wurde für die Abenteuerlustigen einiges an Aktivitäten angeboten, welche ich mir nicht entgehen lassen habe. Deshalb bin ich aus 43m Höhe von der ersten Bungee-Brücke der Welt gesprungen. Ein echt unbeschreibliches Gefühl! Auch wenn mir dabei ein kleines Missgeschick passiert ist. Wenn man an der Brücke steht kann man wählen, ob man das Wasser berühren will oder nicht oder wie weit man in den Fluss eintauchen will. Ich habe gesagt das ich es mit den Händen berühren will und bin dann aber letztendlich bis zu den Schultern eingetaucht… aber egal, es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung!img_4520

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Des Weiteren habe ich Parasailing gemacht, hierbei wird man von einem Motorboot an einem Fallschirm durch die Luft gezogen. Das ist zwar eine weniger adrenalinreiche Aktion, aber ich habe es trotzdem sehr genossen, da man einfach mal die Aussicht bewundern konnte und Zeit hatte zur Ruhe zu kommen. Das war sonst gar nicht so einfach, da wir mit 43 anderen Jugendlichen und 3 Betreuern unterwegs waren.img_4537

Meine dritte und letzte Lieblingsaktivität war definitiv skydiving. Ich meine man springt ja nicht jeden Tag aus 13.000 feet Höhe aus einem Flugzeug und hat einen wunderbaren Blick auf die Landschaft. Definitiv ein Adrenalin Kick! Umgerechnet sind das übrigens ungefähr 4 km.Außerdem haben wir einen Jet boat Ride gemacht,  waren im Abel Tasmin Park an der Küste entlang kajaken und haben über Nacht in Milford Sound, im Fiordland National Park welcher traumhafte Landschaften besitzt, auf einem Boot übernachtet.img_4753

img_4863Also falls ihr irgendwann mal in Neuseeland seid, reist auf jeden Fall auf der Südinsel rum. Auch wenn das eigentlich keinen Unterschied macht denn eigentlich ist ganz Neuseeland wunderschön und sehenswert.

Noemi

 

 

Kia Ora,

mittlerweile ist fast die Hälfte meiner Zeit hier erreicht und ich sitze im Flugzeug auf dem Weg zur Südinsel.

Der 3. Term ging schneller vorbei als gedacht, auch wenn er zum Ende hin doch ein bisschen stressig wurde. Alle seniors hatten hier eine sogenannte exam week, in der wir ein bis zu 3stündiges Examen in jedem unserer Fächer hatten. In meinem Fall waren  2 von 5 praktisch: in Sport habe ich Volleyball gespielt und in Hospitality einen Bananenkuchen gebacken.

Die Examen zählen ein bisschen mehr als die Klausuren bei uns und werden landesweit geschrieben. Sie machen einen Teil der Endjahresnote aus, wenn man die endgültigen Externals am Ende des Jahres nicht mitschreiben kann.

Das kann allerdings auch weniger gut enden, wie bei unserem Mathe-Examen, welches für ziemliche Empörung gesorgt hat, da der Anspruch extrem hoch war. Selbst unsere Mathelehrer haben für 3 von 20 Aufgaben eine halbe Stunde gebraucht, wobei wir insgesamt nur eine Stunde Zeit hatten.

Da manche aber ein gutes Ergebnis brauchen, wird jetzt eine freiwillige, leichtere Klausur gestellt, mit der man sich für Level 2 Mathematik qualifizieren kann.

Alle Kleinigkeiten zu dem Schulsystem hier zu erklären, würde jedoch definitiv zu viel Zeit in Anspruch nehmen!

Denn jetzt genieße ich erstmal meine South Island Tour und wünsche euch noch ein paar schöne Wochen Schule, bis ihr auch wieder Ferien habt.

 

Noemi

 

 

Hallo ihr Lieben,

um mich kurz vorzustellen ich bin Noemi Rath und befinde mich grade auf dem Weg für ein halbes Jahr nach Neuseeland.
Wie genau es dazu gekommen ist, ist eine lange Geschichte. Auf jeden Fall saß ich eines Tages im Auto zu einer Art beidseitigem Bewerbungsgespräch in Köln. Dort wurden mir Schulen vorgestellt, zwischen denen ich mich entscheiden konnte. Nachdem meine Wahl gefallen war, ging alles auf einmal sehr schnell, ich musste einen Haufen Zettel ausfüllen, mein Visum beantragen und mich um ein paar weitere Sachen kümmern, wobei ich aber auch glücklicherweise sehr viel Unterstützung von meiner Organisation erhalten habe.
Gut 1 1/2 Monate vor meinem Abflug fand dann ein Vorbereitungsseminar in Düsseldorf statt, an dem uns so genannte Returnees von ihren Erfahrungen berichtet haben und wir ihnen Fragen stellen konnten.
Dann, ein paar Wochen später, waren die Koffer gepackt und es ging nach Düsseldorf zum Flughafen.
Nach 12,5 Stunden Flug sind wir dann in Singapur zwischengelandet und hatten dort 4 Stunden Aufenthalt. Unser Reisebegleiter hat dort mit uns einen Treffpunkt vereinbart und wir durften uns frei bewegen, wobei man es echt nur empfehlen kann, den Schmetterlings Garten zu besichtigen!
Nachdem wir weitere 9 Stunden geflogen sind, kamen wir endlich in Neuseeland an. Dann nur noch durch die Pass- und Biosicherheitskontrolle und wir wurden unserer ersten Gastfamilie übergeben.
Obwohl ich zuerst dachte, den Jet Lag umgangen zu sein, war man am Abend doch ziemlich fertig, da aufgrund der Zeitverschiebungen mein Zeitgefühl mittlerweile völlig flöten gegangen ist und ich nur noch müde, aber trotzdem glücklich, angekommen zu sein, in mein Bett gefallen bin.

 

6.9.2016

Hallo liebe Rivianer,

jetzt ist es schon einen Monat her, seitdem ich aus Deutschland losgeflogen bin.

In meiner ersten Woche in Auckland habe ich ein Einführungsseminar von meiner Organisation mitgemacht. Das bestand meistens darin, dass wir vormittags ein wenig Theorie gemacht haben und nachmittags immer Aktivitäten hatten, wie den Skytower besichtigen, Lasertag spielen oder mit der Fähre auf eine kleine Insel vor Auckland fahren.

Am darauffolgenden Samstag ging mein Flug nach Tauranga, der zur Abwechslung nur eine halbe Stunde lang war. Ich hatte mehr Glück als einige andere aus meinem Seminar, deren Flüge gecancelt wurden, da an ihren Zielorten sehr schlechtes Wetter war, sodass die Flugzeuge nicht sicher hätten landen können.

Bei der Ankunft in Tauranga gab es erstmal eine angenehme Überraschung, da es hier doch merklich wärmer war als in Auckland.

Am Flughafen wurde ich direkt von meiner Gastfamilie und einer Vertreterin meiner Schule in Empfang genommen und herzlich begrüßt.

Am darauffolgenden Tag ging es nachmittags das erste Mal in die Schule, damit ich meine Fächer wählen konnte.

Das war eine sehr lustige Erfahrung, da man für year 11 nur 6 Fächer wählen kann und diese sich auch teilweise ziemlich von denen in Deutschland unterscheiden.

Sie versuchen nicht, allgemeines Grundwissen in allem zu vermitteln, sondern fokussieren sich eher auf die Berufswünsche der Schüler bzw. das Erlernen von praktischen Dingen für das alltägliche Leben. Die einzigen „normalen“ Fächer sind Mathe und Englisch, die restlichen haben Namen wie ’outdoor education’ und ‘hospitality’. Letzteres beschäftigt sich mit der richtigen Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln, wobei es hier auch einen praktischen Teil gibt, indem man verschiedene Gerichte kocht und im Anschluss natürlich auch essen darf.

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Bevor es richtig losging, wurde montags von meiner Schule für alle neuen Austauschschüler eine Tour durch die Stadt und Umgebung organisiert, wo wir uns ein bisschen kennenlernen konnten. Wobei die Hälfte von uns 24 Deutsche sind und der Rest Italiener, Brasilianer und eine Schweizerin.

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Der nächste Tag war der erste offizielle Schultag, wir wurden zu unserer ersten Stunde gebracht, was in meinem Falle Englisch war. Obwohl man sich zuerst ziemlich verloren gefühlt hat, immerhin hat die Schule rund 2000 Schüler und ist riesig, hat sich immer jemand gefunden, der einen zur nächsten Stunde begleitet hat, sodass man sich dann zum Ende der Woche irgendwie selber zurechtfinden konnte.

Bis demnächst und viele Grüße,

Noemi